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Discord: Sicherheitscheck für Eltern

Discord ist eine Chat-Plattform mit Text- und Sprachkanälen, organisiert in eigenen Servern. Laut AGB ab 13 Jahren. Wie streng moderiert wird, entscheidet der jeweilige Server-Betreiber selbst.

Discord Inc.
  • Windows
  • macOS
  • iOS
  • Android
  • Web

Kurzentscheidung für Eltern

Discord für Kinder eher meiden.

Die Risiken überwiegen für viele Kinder deutlich. Wenn die App trotzdem genutzt wird, braucht sie enge Begleitung und klare Grenzen.

3/10 Nicht empfehlenswert
  • Netzpinguin-Empfehlung: frühestens ab 14 Jahren.
  • Chat-Funktion vor der Nutzung einschränken oder deaktivieren.
  • Käufe und In-App-Währung vorab sperren.
  • Tracking-Level: Mittel. Datenschutz gemeinsam prüfen.

Sicherheitsbewertung

3/10 Safety-Score Nicht empfehlenswert
14+ Empfohlenes Alter
13+ (laut AGB) Offizielles Rating
Mittel Tracking-Level

Einschätzung der Redaktion · netzpinguin.de · Stand: 17.07.2026

Worum geht es in dieser App/diesem Spiel?

Discord organisiert Chats in Servern, also eigenen Räumen mit Text- und Sprachkanälen. Dein Kind tritt per Einladungslink einem Server bei, etwa dem der Klasse oder einer Gaming-Gruppe, und kann dort schreiben, Bilder teilen und in Echtzeit sprechen. Öffentliche Server zu Spielen wie Minecraft oder Fortnite haben oft tausende Mitglieder. Das Premium-Abo Nitro schaltet größere Uploads und Extras frei.

Risiko-Indikatoren

  • In-App-Käufe: Ja

    In-Game-Währung: Nitro (Premium-Abo)

  • Chat-Funktion: Ja
  • Standort-Freigabe: Nein
  • Kindersicherung: Verfügbar

Datensammlung: Discord speichert Chat-Verläufe unverschlüsselt auf US-Servern und wertet Nutzungsdaten aus. Bei der neuen Altersprüfung kommen je nach Verfahren Gesichts-Scan oder Ausweisdaten hinzu.

Risiken für Kinder

  • Kontaktaufnahme durch Fremde

    Auf öffentlichen Servern chatten Kinder mit Unbekannten, danach ist privater Kontakt per Direktnachricht möglich. Der Teen-Modus schränkt das seit 2026 ein.

  • Moderation je nach Server-Betreiber

    Wie streng ein Server moderiert wird, entscheidet dessen Betreiber. Auf schwach moderierten Servern können Kinder auf nicht altersgerechte Inhalte treffen.

  • Ausweisdaten für die Altersprüfung

    Die Altersprüfung verlangt Gesichts-Scan oder Ausweis. Beim Leck eines Support-Dienstleisters waren im Oktober 2025 laut Discord rund 70.000 Ausweisbilder betroffen.

  • Abo- und Kaufanreize

    Nitro-Abo, Server-Boosts und Shop-Artikel kosten echtes Geld. Der Kaufdruck ist geringer als in vielen Spielen, Abos verlängern sich aber automatisch.

Unsere Empfehlungen

  • Family Center aktivieren und die Server-Liste regelmäßig gemeinsam ansehen
  • Direktnachrichten in den Privatsphäre-Einstellungen auf Freunde beschränken
  • Nur Server mit bekannten Personen erlauben, öffentliche Server gemeinsam prüfen
  • Echten Namen, Alter und Fotos aus Profil und Nutzernamen heraushalten
  • Regel für Voice-Chats: mitreden dürfen nur Leute, die dein Kind real kennt

Kindersicherung einrichten, Schritt für Schritt

  1. Konto gemeinsam anlegen

    Erstelle das Konto zusammen mit deinem Kind und trage das echte Geburtsjahr ein. Nur so greifen die Teen-Schutzeinstellungen, die Discord seit 2026 standardmäßig setzt.

  2. Family Center verknüpfen

    Öffne die Einstellungen, Bereich Familie, und verknüpfe dein Konto per QR-Code mit dem deines Kindes. Du siehst dann, auf welchen Servern es aktiv ist und mit wem es schreibt, nicht aber die Inhalte.

  3. Direktnachrichten filtern

    Stelle unter Privatsphäre und Sicherheit ein, dass Direktnachrichten von Server-Mitgliedern gefiltert werden und der Filter für sensible Medien aktiv ist.

  4. Freundschaftsanfragen begrenzen

    Erlaube Freundschaftsanfragen nur von Freunden von Freunden statt von jedem. Das senkt die Zahl ungebetener Kontaktversuche deutlich.

  5. Server-Regeln vereinbaren

    Vereinbare, dass dein Kind neuen Servern nur nach Absprache beitritt. Schaut euch Mitgliederzahl, Regeln und Moderation gemeinsam an, bevor es mitmacht.

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So bewerten Eltern Discord

Anonyme Community-Stimmen. Keine wissenschaftliche Studie, aber ein ehrlicher Eindruck, wie andere Familien damit umgehen.

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